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	<title>Konzentrationslager Stuttgart</title>
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	<description>Judenverfolgung in Stuttgart 1933 bis 1945</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 17:18:57 +0000</pubDate>
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		<title>Niemand darf wegsehen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 17:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer über die systematische Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden nachdenkt, hat vor allem die Bilder der riesigen Konzentrationslager vor Augen, in denen Millionen von Menschen ermordet wurden. Aber was ist zwischen 1933 und 1945 eigentlich der eigenen Stadt passiert? Die Menschen, die man in den Lagern umgebracht hat, müssen doch irgendwo ein Zuhause gehabt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer über die systematische Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden nachdenkt, hat vor allem die Bilder der riesigen Konzentrationslager vor Augen, in denen Millionen von Menschen ermordet wurden. Aber was ist zwischen 1933 und 1945 eigentlich der eigenen Stadt passiert? Die Menschen, die man in den Lagern umgebracht hat, müssen doch irgendwo ein Zuhause gehabt haben. </p>
<p>Das unvorstellbare Leid begann natürlich auch für die Juden aus Stuttgart und ganz Württemberg schon in der eigenen Wohnung, vor der eigenen Haustür – und nicht erst in Auschwitz und Theresienstadt. Die folgenden Seiten erinnern an das abscheuliche Geschehen während der NS-Zeit in Stuttgart, so wie es die Historikerin Maria Zelzer beschrieben hat:</p>
<blockquote><p><em>Niemand ist in der Lage, jene beispiellos grausame Tragödie zu verewigen, selbst die jüdischen Mitbürger nicht, die ihre Erlebnisse niedergeschrieben haben.Worte sind zu arm und der Ausdruck zu schwach, um alles so wiederzugeben, wie es geschah. Die nüchternen Tatsachen aber sind auch ohne Schilderung eine Dokumentation der Gewalttaten der Mächtigen gegen die Hilflosen.</em></p></blockquote>
<p>In einer Zeit, in der viele Deutsche der Ansicht sind, dass man unter das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte endlich einen Schlussstrich ziehen muss, ist es besonders wichtig, sich dieser Geschichte zu erinnern, die sechs Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker sagte am 8. Mai 1985 in seiner herausragenden Rede zum 40. Jahrestag der deutschen Kapitulation:</p>
<blockquote><p><em>Wir alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, müssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle sind von ihren Folgen betroffen und für sie in Haftung genommen. Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. [...] Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.</em></p></blockquote>
<p>An der Martinskirche im Stuttgarter Norden wurde 1991 eine kleine  Gedenktafel angebracht, die eigentlich nur eine Botschaft enthält: Niemand darf heute wegsehen. </p>
<p><img src="http://www.politblogger.eu/images/gedenktafel-martinskirche1.jpg"></p>
<p>Das gilt für die Vergangenheit genauso wie für Gegenwart und Zukunft. Ich will wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass niemand vergisst, was Tausenden von Menschen in meiner Heimatstadt angetan wurde.</p>
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